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Liebe Museumsfreunde  

Zur Generalversammlung am Donnerstag, 23. Februar 2023 durften wir im Gemeindesaal 58 Vereinsmitglieder begrüssen. Der Präsident eröffnete die Versammlung mit einer Gedenkminute für Gottlob Lutz – unseren Museumsgründer.
Unser langjähriges Vorstandsmitglied Felix Düring verlässt den Vorstand. Ein herzliches Dankeschön an Felix für seinen unermüdlichen Einsatz! Neu für den baulichen und betrieblichen Unterhalt hat sich Sepp Wild zur Verfügung gestellt. Er wird mit Applaus in den Vorstand gewählt. Felix Düring steht uns auch in Zukunft nach Möglichkeit zur Unterstützung der Unterhaltsarbeiten zur Verfügung. 
Die Jahresrechnung 2022 wird mit einem erfreulichen Gewinn von CHF 4’550.40 einstimmig genehmigt.
Im Anschluss an die Versammlung gab Werner Koller einen spannenden Einblick in «unbekannte Schätze» im Textilmuseum. Er brachte die Versammlungsteilnehmer ins Staunen über die geschichtsträchtigen Raritäten von Geschäftsbüchern, Korrespondenz, Buchhaltungs- und Lohnbücher, Historische Wertpapiere aus dem weltweiten Textilschaffen, Zeichnungen fürs Sticken und Weben sowie Schulbücher und Schulunterlagen aus der Textilgeschichte. 
Mit einem kleinen Umtrunk liessen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Wir freuen uns auf eine lebhafte Museumszeit.  


Für den Vorstand Textilmuseum Sorntal Niederbüren
Daniela Bieri


Nun steht der Frühling bereits vor der Tür und am Sonntag, 2. April 2023 um 14.00 Uhr starten wir mit der ersten offenen Führung. Bisch debii? 😄

Neu im Vorstand – herzlich willkommen!
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Josef «Sepp» Wild

Neu wurde Sepp Wild ohne Gegenstimme in den Vorstand vom Textilmuseum Sorntal gewählt.
Die Niederbürer kennen ihn bereits im «orangen Gwändli». Er führte 30 Jahre lang das Bauamt der Gemeinde Niederbüren. Seit vielen Jahren ist er mit Herz und Seele bei der Jagdgesellschaft Niederbüren mit dabei. Zudem geniesst er seine Freizeit mit der Familie. Herzlich willkommen.
Frühlingsputz im Museum
Anfangs März traf sich eine Gruppe Mitglieder zum Frühlingsputz im Museum. Es wurde fleissig «gewedelt, geschrubbt, geputzt» und zwischendurch den feinen Schlorziflade von Idda Kern genossen. Das Museum steht in alter Frische für die Besucher bereit!
Herzlichen Dank der gesamten Putzequipe – schön, dass sich immer wieder Freiwillige finden.
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Offene Museumsführungen I «Chum und lueg»
Wiederum kann an fünf Sonntagen das Museum in einer offenen Führung um 14.00 Uhr besucht werden. Kosten: CHF 15.00 pro Person (Vereinsmitglieder gratis) I Dauer: 1 – 1.5 Std. I keine Anmeldung nötig
Sonntag, 2. April 2023, 14.00 Uhr I Schwerpunkt: Allgemein
Sonntag, 7. Mai 2023, 14.00 Uhr I Schwerpunkt: Seide
Sonntag, 4. Juni 2023, 14.00 Uhr I Schwerpunkt: Stricken
Sonntag, 2. Juli 2023, 14.00 Uhr I Schwerpunkt: Weben
Sonntag, 3. September 2023, 14.00 Uhr I Schwerpunkt: Allgemein
Umbau im Textilmuseum
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Unter der Regie von Felix Düring und mit tatkräftiger Mitarbeit von Harald Hunziker und Sepp Wild wurde der Umbau der WC’s im 1. OG zum Material- und Werkzeugraum fertiggestellt. Eifach super! 👍
Geschichtliches I Der Höhenflug wird jäh gebremst.
Von 1866 bis 1880 sank die Zahl der Handwebstühle im Kanton St.Gallen von knapp 10’000 auf 2700. In der gleichen Zeit stiegen die mechanischen Webstühle auf 3200. Die Krise 1876/1877 und die nachfolgenden Jahre der Depression versetzten der Buntweberei einen schweren Schlag und bremsten jäh den Höhenflug. Unter diesen Schwierigkeiten hatten auch die Eigentümer Wälti im Sorntal schwer zu kämpfen.
Am 7. Januar 1891 kauften die Herren Christian Brunnschweiler und Samuel Fröhlich die Liegenschaft der Buntweberei Sorntal.
Man liest am 28. Juni 1895 in der Bischofszeller Zeitung: «Wie wir vernehmen, ist die Aufstellung von 80 Webstühlen in Aussicht genommen und 20 solcher sind bereits in Betrieb gesetzt. Somit kommt nun nach und nach in das während längerer Zeit verwaiste Wältische Etablissement wieder reges Leben. Die jetztige Besitzerfirma, die bestrenommierte Firma Fröhlich Brunnschweiler & Cie., hat nämlich in dem separat stehenden neueren Fabrikgebäude eine Buntweberei eingerichtet. In dem älteren, grösseren wird neulich auch mit mehreren Schifflistickmaschinen gearbeitet und jetzt noch eine Seidenweberei – das sind ja alles Neuerungen, welche von den umliegenden Gemeinden gewiss mit Freuden begrüsst werden.»

Handänderungen von 1863 bis 1891
10.12.1863 I Wälti Rudolf
2.7.1878 I Wälti August, Hauptmann
6.12.1881 I Wälti Albert, Commandant
2.7.1889 I Wälti Albert, gestorben 22.1.1887, Erbmasse
7.1.1891 I Fröhlich, Brunnschweiler & Co., Ennenda GL
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«Nach Strich und Faden»
…heisst, dass jemand etwas besonders gründlich macht. Ursprünglich ging es dabei um Stoffe: Gewebe bestehen aus zwei sich kreuzenden Fäden – Strich und Faden.
Mit einer kleinen Lupe kontrollierten die Schneider-Meister, ob ihre Gesellen sauber gearbeitet hatten, also ob das Webmuster stimmte und die einzelnen Fäden richtig lagen. War alles in Ordnung, hatte der Geselle nach Strich und Faden, also einwandfrei, gearbeitet.

Zunächst wurde die Redewendung nur im positiven Sinne verwendet. Heute sagen wir auch «sie haben ihn nach Strich und Faden betrogen» oder «er wurde nach Strich und Faden verprügelt».

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